Erfahrungsbericht – Joker 10g – By TheJoker

Moin liebe Räucherfreunde und/oder Räucherinteressierte,

nach langem Mitlesen im Forum habe ich mich nun entschlossen auch mal einen kleinen Testbericht zu verfassen.
Betrachten tue ich heute das 10g Pack Joker. Zwar wurde erst im Oktober ein sehr schöner Bericht zum 4g Joker von User likethestuff verfasst, aber da ein anderer User in den Kommentaren berichtete, dass er das BigPack als schwächer empfunden hätte, dachte ich mir, dass es für den ein oder anderen vielleicht interessant wäre, nochmal ein Review explizit zur 10g Version zu lesen. Da Joker (4g) bislang mit Abstand meine beliebteste und somit auch am meisten verräucherte Mischung ist, bin ich zuversichtlich, dass ich auch die nötige „Qualifikation“ besitze um einen Unterschied, sollte er denn bestehen, erkennen zu können. Und selbst wenn kein Unterschied festzustellen ist, kann es ja sicherlich nicht schaden, nochmal eine zweite Meinung zu lesen, insbesondere da die Wirkung von Cannabinoiden / Cannabimimetika ja bekanntlich zum Teil stark von Person zu Person variiert.

Nun also zum eigentlichen Test:

Verpackung & Geruch:
Wie von der 4g Variante gewohnt, kommt auch die 10g Version in einem durchaus ansehnlichen und gut wiederverschließbaren Zipper. Das Design sowie die Beschriftung sind, wie zu erwarten, identisch mit dem kleineren Pack, lediglich der Zipper ist natürlich ein wenig größer. Auch der Geruch, welcher in meinen Augen (oder besser gesagt Nase) ziemlich natürlich daherkommt, heißt sehr nach gewöhnlichen Kräutern und einem gewissen Hauch von frisch gemähtem Gras (ganz normales Gras, nicht Mary-Jane) riecht, ist identisch. Die Konsistenz ist wie von Joker gewohnt relativ grob und es finden sich durchaus ein paar Stängel in dem Tütchen, was der Ergiebigkeit ein wenig schadet, aber letztendlich nicht so schlimm ist, da man natürlich mit einer Schere zu Hand durchaus auf seine gewünschte Konsistenz kommen kann.

Setting
Da meine Freunde leider nicht besonders gut auf legal-highs zu sprechen sind, verräuchere ich grundsätzlich alleine in meinem Zimmer.

Ich bereite mir also ein Räucherstäbchen vor, welches ich größtenteils mit Tabak fülle und dann eine kleine Prise der Mischung hinzugebe. Ich benutze keine Waage, würde die typische Dosis allerdings auf ca. 0.03g schätzen (je nachdem wie viel ich am Tag schon verräuchert habe auch mal ein klein wenig mehr oder weniger, aber grundsätzlich nie über 0.05 – 0.06g). Hier muss ich hinzufügen, dass ich noch vor wenigen Wochen etwas höhere Dosen verwendet habe, seit einem 5-Tägigen Räucherpause, welche meine Toleranz deutlich gesenkt hatte, bevorzuge ich es allerdings kleinere Mengen zu verwenden, da sich die Toleranz dadurch deutlich langsamer entwickelt und die Wirkung einer geringen Dosierung der einer größeren in meinen Augen kaum nachsteht, wenn nicht sogar angenehmer ist.

Wirkung:
Ich entzünde das Stäbchen und nehme ca. 4 – 5 Züge. Aufgrund der geringen Menge (und der dementsprechend großen Menge an Tabak) die ich verwende ist der Geschmack beim Verräuchern nur schwer zu definieren, eine gewisse Abwandlung vom gewöhnlichen Tabakgeschmack ist aber definitiv zu schmecken und gefällt mir persönlich ziemlich gut! Die Hausmarke Mischungen und Legale Mischung gefallen mir vom Geschmack her allerdings etwas besser. Nach rund ein bis zwei Minuten (quasi dann, wenn ich beim 5ten Zug bin), beginnt dann langsam die Wirkung. Wie bei allen momentan vorhandenen Mischungen beginnt die Wirkung mit einer gewissen dissoziativen Note. Gedanken werden wirrer und es wird schwerer sich richtig zu Fokussieren. Immer wieder schweifen die Gedanken ab und ich weiß nicht mehr so richtig was ich eigentlich machen wollte. Ausdrucksvolles Schreiben oder anderweitig produktiv sein fällt mir zumindest zu Beginn der Wirkung ziemlich schwer, ja wenn nicht sogar fast unmöglich.
Stattdessen habe ich vielmehr das Verlangen mich von irgendeinem Video berieseln zu lassen, mich gemütlich unter eine Decke zu kuscheln und einfach mal ein paar Minuten komplett abzuschalten.
Nachdem die Wirkung dann langsam wieder abklingt (nach ca. 8 – 10 Minuten) verräuchere ich das Stäbchen dann langsam und in unregelmäßigen Abständen weiter, bis ich dann nach ca. 30 – 40 Minuten am Ende angekommen bin. Während des ersten Stäbchens bleibt die Wirkung grundlegend gleich und hat immer wieder kurze Höhepunkte (stärkere Wirkung) und Tiefpunkte (Wirkung schwächt etwas ab). Hier muss ich sagen, dass mir das erste Räucherstäbchen am Tag nicht besonders gut gefällt. Ich persönlich bin kein großer Fan von Dissoziation und empfinde es teilweise als unangenehm, wenn es mir nicht mehr richtig möglich ist mich fokussieren und gezielt konzentrieren zu können.
Aber halt! Wer jetzt meint, dass ich die Wirkung insgesamt schlecht finde, sollte weiterlesen! Bei mir bleibt es meist (bzw. eigentlich nie) bei einem Räucherstäbchen. Nach dem ich das erste Stäbchen verräuchert habe, rauche ich den Rest des Abends kontinuierlich weiter. Je nach Länge des Abends und ob ich nächsten morgen früh aufstehen muss, verräuchere ich also irgendwo zwischen 3 und 10 Räucherstäbchen am Abend. Bereits beim zweiten Räucherstäbchen (meist benutze ich hier etwas weniger Inhalt als beim ersten Stäbchen) nimmt die Wirkung bei mir einen anderen Charakter an. Während immer noch eine gewisse Dissoziation spürbar ist, fällt diese deutlich schwächer aus und geht mit einem gewissen Maß an Euphorie einher. Versteht mich nicht falsch. Ich rede hier nicht von einer Euphorie wie man sie von Amphetaminen oder Opiaten kennt, sondern von einem wohligen Gefühl, welches mit einem gewissen Tatendrang einhergeht. In dieser Phase nehme ich mir meist einen Controller zur Hand und zocke ein paar Ründchen Fifa (natürlich Single-Player – stressige Multiplayer-Partien würden mir hier ziemlich die Laune verderben) oder Minecraft und mach mir nebenbei etwas Musik an.

Je länger der Abend wird und je mehr Stäbchen ich verräuchert habe, desto größer wird der Appetit. Jegliches Essen schmeckt mir nach dem Verräuchern einfach großartig. Teilweise sogar zu gut, sodass auch mal zwei Tüten Chips und ne gesamte Packung Duplo weghaue, ohne dass es mir wirklich bewusst ist. Die Quittung dafür gibt‘s dann am nächsten Morgen… und natürlich auf der Waage. Leute mit etwas mehr Selbstkontrolle und kleinerem Magen werden diese positive Eigenschaft wohl auch ohne die negativen Konsequenzen genießen können 😊

So geht der Abend oder die Nacht dann langsam zu Ende, ohne dass sich noch viel tut. Manchmal guck ich mir auch noch den ein oder anderen Film an statt zu zocken, oder kombiniere einfach beides miteinander (zwei Bildschirme zu haben ist traumhaft!).
Lediglich kurz vorm Schlafen genehmige ich mir dann nochmal ein Räucherstäbchen mit etwas mehr Füllung, da es mir doch ziemlich stark beim Einschlafen hilft.

Fazit:
Das Joker Big Pack steht dem kleineren Vertreter in nichts nach. Die Stärke der Wirkung ist Vergleichbar mit der von Hausmarke und ein kleines bisschen schwächer als Armageddon oder After Dark. Der (vergleichsweise) geringe Preis gleicht diese leichte Unterlegenheit allerdings mühelos aus. Wer eine stärkere Wirkung möchte benutzt einfach etwas mehr vom Kraut und macht dennoch kaum Verluste.
Die Wirkung an sich ist natürlich identisch zu der Wirkung der anderen Mischungen (wollen wir hoffen, dass früher oder später wieder etwas mehr Abwechslung auf den Markt kommt), weswegen das größte Augenmerk hier auf die Ergiebigkeit sowie den Geruch gelegt werden sollte, und da liegt das Joker Big-Pack in meinen Augen ganz weit vorne! Klare Empfehlung!

Und zum Schluss noch ein kleiner Zusatz für Leser, welche vielleicht noch keine Erfahrung mit Räuchermischungen gemacht haben, aber drüber nachdenken es zu probieren:

Mein Verhalten, was die Konsummenge angeht ist in keiner Weise vorbildlich. Ich würde jedem äußerst stark davon abraten eine derartige Anzahl an Räucherstächen zu verräuchern wie ich es tue, alleine schon für die Gesundheit der Lunge.
Außerdem: Solltet ihr noch keine Erfahrung haben was RM’s angeht, beginnt mit einer SEHR geringen Menge, heißt 4-5 kleine Krümel über den Räucherstick verteilt und wartet nach jedem Zug 2-3 Minuten. Dadurch seid ihr stehts in der Lage noch rechtzeitig abzubrechen, falls ihr nicht gut auf die Wirkung reagiert. Hierbei ist es auch völlig egal wie viel Erfahrung ihr mit klassischem Cannabis habt. Ich habe für 3 Jahre täglich knapp 2g davon geraucht und war bei meinem ersten RM versuch dennoch nach nur 2 kleinen Zügen vollkommen benebelt. Dabei handelte es sich um einen anderen Wirkstoff, aber diese Regelt gilt grundsätzlich für alle Räuchermischungen!

Vielen Dank fürs Lesen und noch ganz viel Spaß beim Verräuchern!

11 Gedanken zu „Erfahrungsbericht – Joker 10g – By TheJoker“

  1. @TheJoker genau das wollte ich auch sagen. Wenn die Toleranz OK ist und man etwas mehr nimmt geht der Herzschlag in die Höhe.

  2. @trials

    Die Hausmarke ist ein Valentinstag Sample. Für mich riecht es nach Kirsche, also wie diese kleinen Mini kirschlollies von früher

    Strawberry, grape oder gar Vanille sollten doch anders riechen. Oder ich muss meinen riechkolben Mal justieren lassen 😀

  3. Danke für die netten Worte Jungs! 🙂

    @MadMonkey Genau so seh ich das auch. Es scheint mir wirklich so als hätte das Noid einen gewissen „sweet-spot“, an welchem sich die Wirkung am besten entfaltet. Wenn ich diesen Punkt überschreite hab ich manchmal das Gefühl, dass die Wirkung sozusagen stagniert, mein Puls dafür aber etwas steigt (von ~80 auf ~115-120), was ich persönlich nicht so angenehm finde. Ich denke aber mal, dass meine Ernährung da wohl auch einen großen Teil bei spielt und das bei vielen anderen wahrscheinlich nicht so der Fall ist.

  4. Habe mir nach einiger Zeit mal wieder was bei RG bestellt. Dabei waren auch ein Sample Lava Red und ein Sample RG Hausmarke. Die Hausmarke riecht für mich ordentlich nach Kirsche, also wie Devil. Anscheinend kommt da eine neue Sorte oder ich habe nicht mitbekommen, dass es auch die Kirschvariante gibt^^ Lava Red riecht interessant. Wer aber erst in ca. 2 Wochen dazu kommen es anzutesten. Bin gespannt 🙂

  5. Also wird es wahrscheinlich dann auch keine Unterschiede zwischen 2g und 20g Desert geben soweit ich das verstanden hab, außer preislich halt.

  6. @MadMonkey: Vielen Dank für den konstruktiven und interessanten Kommentar 🙂

    @TheJoker: Auch von uns ein großes Lob für den wirklich sehr gelungenen Bericht! Vielen Dank dafür 🙂

  7. Großes Lob an „TheJoker“. Ich finde deinen Bericht fantastisch und kann deine Erkenntnisse zu 100% bestätigen. Ich habe mir Anfang des Jahres auch die 10 g Joker gegönnt.

    Ich glaube auch, wie du es in deinem Bericht erwähnt hast, dass eine niedrige Dosierung eine ganz andere Wirkung hat als bei etwas mehr. Und die Wirkung bei unter 0,05 Gramm ist deutlich verspielter würde ich es Mal nehmen. Bei über 0,05 Gramm hingegen hat man innerhalb kürzester Zeit Toleranz Probleme.

    Mein Fazit ist, dass das 5F-SGT151 nur zur Low Dose geeignet ist und auch tatsächlich stärker wirkt in der Minimaldosierung. Immer wenn ich mehr genommen habe war ich maßlos enttäuscht. Ältere Noids hatten sowohl bei Low Dose als auch High Dose starke Wirkungen. Aber das neue kackt meiner Meinung nach bei größeren Mengen ab.

    Würde ich das Mengen-Wirkungs-Verhältnis in einem Koordinatenkreuz beschreiben wollen (x-Achse = Menge , y-Achse = Wirkung) und die einzelnen Punkte verbinde, wäre das Ergebnis eine nach unten geöffnete Parabel. Das heißt, bis zu einer gewissen Menge nimmt die Wirkung zu um dann, ab dieser gewissen Menge wieder an Wirkung abzunehmen.

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